Das Endocannabinoid-System kann als Kommunikationssystem betrachtet werden, welches zwischen dem menschlichen Gehirn und dem Körper fungiert. Tatsächlich sind inzwischen eine breite Palette an Funktionen und Wirkungsmechanismen bekannt, vor allem im Bereich der Gefühle, unserer Stimmungen und der allgemeinen Schmerzwahrnehmung. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um „die gesundheitlichen Aspekte der Marihuanapflanze“, sondern um die möglicherweise wertvollen Interaktionen zwischen den körpereigenen Endocannabinoiden und denjenigen aus der Cannabispflanze. Und genau hier besteht nun die Hoffnung, endlich einen neuen Ansatz in der Medizin gefunden zu haben, der zahlreiche Krankheiten auf eine neue Art und Weise heilen oder behandeln könnte.

 

Endocannabinoid Rezeptoren

Auch ohne je Kontakt zu einer Cannabispflanze gehabt zu haben, besitzt der menschliche Organismus endocannabinoide Rezeptoren. Diese befinden sich im ganzen Körper und können je nach Lage unterschiedlich reagieren und entsprechende Reaktionen hervorrufen. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass sich die Rezeptoren ausschließlich im Gehirn befinden. Das stimmt nicht ganz, denn auch in diversen Drüsen und in Immunzellen wurden sie bereits entdeckt. Die Funktion der Rezeptoren besteht in erster Linie darin, das innere Gleichgewicht zu halten und die Homöostase aufrecht zu erhalten.